Category: ComeOn, Pate!

ComeOn, Pate! #3

Zwei Ausnahmespieler, ein Versicherungsverkäufer und ein Hauch von Bundesliga

Von Wettpate Moritz Fischer

So. 04.11., 17:00 Uhr: FC Chelsea – Crystal Palace (Eden Hazard trifft doppelt, 4,05)

Frank Lampard, Chelsea-Legende und Trainer von Derby County hat beinahe für eine fette Überraschung gesorgt. Am vergangenen Mittwoch gastierte er mit seiner Mannschaft anlässlich des Carabao Cups an der Stamford Bridge und wurde dabei selbst noch nach Schlusspfiff, als die Anzeigetafel 3:2 anzeigte, mit stehenden Ovationen von den Anhängern der Blues gefeiert. Auch wenn der vom thailändischen Red-Bull-Pendant „Carabao“ gesponserte Football League Cup sicherlich weniger prestigeträchtig als der FA-Cup ist, steht der Sportgedanke, jedes Spiel gewinnen zu wollen, doch über allem. Darüber hinaus haben die Favoriten, wie Chelsea in diesem Duell, oft wenige Ambitionen, sodass einer hochbrisanten ersten Hälfte mit insgesamt fünf Toren (3:2 Chelsea) eine torlose zweite folgte.

Dabei hätte es nach erzielten Toren eigentlich 4:1 für Lampards Jungs stehen müssen, wäre der Ball nicht zweimal im eigenen Netz gelandet. Cesc Fabregas traf dann aber nach einer etwas unübersichtlichen Situation doch noch kurz vor der Halbzeit und sorgte zum bekanntermaßen psychologisch wichtigen Zeitpunkt für das Endergebnis, da in Hälfte zwei nicht mehr viel Aufregendes passierte. „A good horse doesn’t jump higher as it has to“… oder so ähnlich. Rückschlüsse aus solchen Pokalspielen zu ziehen, macht insgesamt wenig Sinn. Daher reden wir lieber über das anstehende Match gegen Crystal Palace, dem Duell der beiden Superstars der Liga: Eden Hazard gegen Maximilian Meyer.

Der Belgier musste im besagten Pokalspiel und gegen Burnley am vergangenen Wochenende verletzungsbedingt passen, steht laut Assistent Gianfranco Zola aber wieder vor der Rückkehr ins Team. Auch Max Meyer, laut seinem Berater Roger Wittman ein „Ausnahmespieler, der jeder Mannschaft in Europa weiterhelfen kann“ steht zur Verfügung. Es ist unwahrscheinlich, dass es dieses Mal für einen Startelfeinsatz reicht, da ihm Coach Roy Hodgson bisher nur die Jokerrolle zugetraut hat. Nun kann man sich fragen, ob der vielleicht geldgeilste Berater Deutschlands oder das englische Urgestein an der Seitenlinie, der auf eine fast vierzigjährige Trainer-Laufbahn bei insgesamt einundzwanzig Klubs zurückblickt, Recht hat. Die Antwort ist für mich klar: Natürlich hat Roger Wittmann Recht.

Hazard wird nach seiner kleinen Pause auf jeden Fall heiß wie Frittenfett sein, schließlich erzielte er in neun Spielen bereits sieben Treffer. Aufgrund dieser Statistik spricht vieles für einen Doppelpack des belgischen Offensivmannes. Roger Wittmann würde sagen „Völliger Humbug!“ und wahrscheinlich seine nicht zu kleine Prämie des hoch dotierten Vertrages des Deutschen auf einen Doppelpack seines Schützlings setzen (Quote 92,75). Sind wir also gespannt, wer dieser beiden Ausnahmespieler sich mit seinem Team durchsetzt.

So. 04.11., 20:45 Uhr: Betis Sevilla – Celta Vigo (Auswärtssieg, 4,10)

So richtig läuft’s noch nicht bei Betis und in Vigo. Die Gäste aus Galizien legten mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen einen guten Start hin, konnten dabei sogar unter anderem gegen Atlético gewinnen, taten sich anschließend in den darauffolgenden sechs Spielen aber ziemlich schwer. Beim 4:0-Sieg gegen Eibar platzte dann am vergangenen Spieltag aber endlich der Knoten, woran Torjäger Iago Aspas mit drei Toren maßgeblich beteiligt war. Der Nationalspieler Spaniens wirkt eher wie jemand, der in seiner kleinen Mietswohnung mittelmäßige Chorizo isst und hauptberuflich Versicherungen verkauft, mit Sport aber nicht viel am Hut hat. Der Eindruck täuscht gewaltig, denn mit acht Toren ist er neben Cristhian Stuani der beste Torschütze in „La Liga“ und traf im Pokalspiel unter der Woche gegen Real Sociedad erneut. Aspas‘ on fire!

Beim Gastgeber Real Betis lässt der vermeintliche Knotenlöser, den auch sie dringend bräuchten, noch auf sich warten. Nach dem mühsamen 1:0-Erfolg gegen UD Levante gingen die letzten drei Ligaspiele allesamt in die Hose und es gelang ihnen in keinem der Spiele, selbst ein Tor zu erzielen (0:2, 0:1, 0:1). In der Tabelle liegt Celta Vigo knapperweise nur einen Punkt vor Betis und der Marktwert beider Teams ist mit 190 Millionen € quasi identisch. Daher ist mit einer von Spannung geprägten Partie zu rechnen, in der sich die Gäste knapp durchsetzen werden, weshalb auch ein Tipp auf einen Auswärtssieg um genau ein Tor ziemlich sexy erscheint (Quote 8,75). Da man dem verrückten Versicherungsverkäufer im Sturm von Celta Vigo aber auch in diesem Spiel wieder alles zutrauen muss, ist das durchaus mit Risiko verbunden. Nichtsdestotrotz: Auswärtssieg!

Mo. 05.11., 20:30 Uhr: Hamburger SV – 1. FC Köln (Handicap-Auswärtssieg -1, 4,55)

Es gibt im Trainergeschäft zwei goldene Regeln:

1.) Das Karussell dreht sich schnell

2.) Nimm nicht den Sitz von Christian Titz.

Hannes Wolf, TV-Experte und „eins der größten Trainertalente Deutschlands“, wenn man den Worten des Hamburger Sportvorstands Christian Becker Glauben schenken darf, ist nun der neue Mann an der Seitenlinie der Hanseaten. Ein 0:0 gegen den VfL Bochum sorgte trotz sehr geringem Abstand zur Tabellenspitze für die Entlassung des ehemaligen Übungsleiters Christian Titz, sodass der unverbrauchte und immer gut gelaunte Wolf nun übernimmt. Der Mann, der vor lauter „In-Die-Kamera-Grinsen“ und dem Einstreuen schlau klingender Wörter in den Interviews oft vergisst, was er eigentlich sagen wollte, darf nun sein Glück versuchen. Die ersten Spiele waren schon mal erfolgreich, sodass die Verantwortlichen nach dem 1:0 in der Liga gegen Magdeburg und dem Weiterkommen im Pokal beim SV Wehen-Wiesbaden nun fest mit der Bundesliga und logischerweise der Europa-League-Teilnahme im nächsten Jahr planen.

Die Kölner brachten unter der Woche Königsblau an den Rand einer Niederlage und mussten sich erst im Elfmeterschießen geschlagen geben. Dafür, dass sich der FC im Müngersdorfer Stadion vor den eigenen Fans in der aktuellen Saison immer ziemlich schwertat, hat das Spiel gegen Schalke trotz des Ausscheidens durchaus Mut gemacht. In der Fremde schossen die Domstädter bisher sowieso alles kurz und klein und müssen lediglich die nicht zu erklärende Heim-Blockade lösen, um allen anderen siebzehn Teams endgültig davon zu ziehen. Nichts anderes darf mit diesem Kader, der auch nochmal um Längen besser als der des HSV ist, der Anspruch sein. Sobald diese Verunsicherung dann auch noch zur Stärke wird, ist der dann völlig wild gewordene Geißbock, in dieser Saison wahrscheinlich nicht mehr einzufangen.

Am kommenden Montag kann der FC aber wieder von seiner Auswärtsstärke profitieren und den in der Heimtabelle sogar noch zwei Plätze hinter ihnen stehenden Norddeutschen mit ihrem neuen Trainer einen gewaltigen Dämpfer verpassen. In sechs Heimspielen kassierten die Gastgeber bereits zehn Gegentore, die Gäste erzielten bei gleichvielen Auftritten in der Fremde dreizehn Tore. Das sind zwei Spitzenwerte, in die eine und die andere Richtung, die für einen deutlichen Sieg der Truppe von Markus Anfang sprechen, der dafür bekannt ist, immer noch ein Tor mehr zu wollen und sie nicht nur zu verwalten. Klare Kiste, deutlicher Sieg Köln!

Die ComeOn-Quoten für den Wettpaten im Überblick:

Eden Hazard sticht Max Meyer aus und trifft doppelt, Quote: 4,05

Auswärtssieg für Celta Vigo bei Betis Sevilla, Quote: 4,10

Köln überrolt den HSV, Auswärtssieg mit Handicap (-1): 4,55

Gesamtgewinn bei 10€ Einsatz: 739,25€

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ComeOn, Pate! #2

Von der Türkei über Brandenburg nach Spanien

Von Wettpate Moritz Fischer

Samstag 12:30: Erzurumspor – Kasimpasa (Über 1,5 Tore Kasimpasa, Quote: 2,05)

Es ist das Duell zwischen dem Vorletzten und dem Tabellendritten der türkischen Süperlig. Die Gastgeber, diesjähriger Aufsteiger, haben den Kader mit dem kleinsten Marktwert der ganzen Liga und beschränken sich im Stile eines typischen Liga-Neulings auf das Verteidigen. Nach jeweils drei Gegentoren an den ersten beiden Spieltagen kassierte man in den darauffolgenden sieben Spielen insgesamt nur fünf Gegentore und geizte gleichermaßen selbst mit dem Toreschießen. Bis auf ein 2:2-Unentschieden gegen Sivasspor endeten die Partien zweimal torlos, dreimal 0:1 aus Sicht von Erzurumspor und nur einmal konnte der Aufsteiger 1:0 gewinnen.

Trotz des kleinsten Marktwertes ist es ihnen gelungen, den wahrscheinlich klangvollsten Namen der Fußballwelt an Land zu holen, was sich in diesem Fall aber tatsächlich nur auf die Aussprache beschränkt: Südafrikas WM-Held und Torschütze des Eröffnungsspiels 2010 Siphiwe Tshabalala. Der Gegner Kasimpasa kassierte mit fünfzehn Gegentoren zwar insgesamt sogar vier mehr als der Vorletzte und kommende Gegner, was sicherlich auch auf Keeper Ramazan Köse zurückzuführen ist, auf dessen Nachnamen sich absolut gar kein Wort reimt, steht in der Tabelle jedoch trotzdem auf dem dritten Tabellenplatz. Woran hat’s jelegen?

Gut, die Antwort kann man sich jetzt denken: logischerweise lag es an der guten Offensive, die mit bereits zweiundzwanzig Toren die Beste der Liga darstellt. Goalgetter Mbaye Diagne steuerte alleine zehn Dinger bei und führt die Torschützenliste deutlich vor unter anderem Yasin Öztekin an, der neben einigen anderen nur auf die Hälfte der Treffer kommt. Daher wird nicht nur er, sondern auch der ägyptische Flügelstürmer und Nationalspieler Trezeguet dafür sorgen, dass Trainer Mustafa Denizli, der erst seit dem 04.10. bei zwei Spielen auf der Bank saß, erneut viele Tore seiner Mannschaft zu bejubeln hat. Schließlich erzielte Kasimpasa in den beiden Heimspielen unter seiner Regie acht Tore und will diese offensive Galligkeit nun auch auswärts zeigen. Da zuletzt Schlussschlicht Akhisarspor bei ihnen mit 5:0 unter die Räder kam, ist nun Erzurumspor dran.

Selbst wenn dort Tshabalala so gut spielen würde, wie sein Name klingt und im Alter von 34 Jahren das Toreschießen ausgerechnet am Samstag für sich entdecken sollte, ließe das bei unserem Schein nichts anbrennen, da Kasimpasa dann erst recht nachlegen müsste. Also lasst krachen, ihr Türken!

 

Samstag 14:00: Energie Cottbus – CZ Jena (Sieg Cottbus, Quote: 2,30)

Noch vor etwas mehr als einem Jahr stieg Jena vor Cottbus aus der Regionalliga Nordost in die dritte Liga auf, woraufhin die Lausitzer denselben Weg in diesem Sommer bestritten. Man kennt sich also. Besonders brisant wird die Partie, da beide jenen Weg eben nicht wieder zurückgehen wollen, sich aber seit einigen Wochen gleichermaßen schwertun, auch dementsprechend zu punkten.

So sorgten die Thüringer erst in dieser Woche aufgrund ihres „enfant terrible“ Kevin Pannewitz für Negativschlagzeilen, die in der ohnehin schwierigen Situation sicherlich alles andere als hilfreich sind. Offiziell wird von einer Suspendierung aus „disziplinarischen Gründen“ gesprochen. Gerüchten zufolge soll der einst so talentierte Pannewitz aber einen über den Durst getrunken haben, sodass man richtigerweise eher von einer „Suffpendierung“ sprechen müsste. Wie dem auch sei.

Probleme hat man in der Lausitz ebenfalls genug. Nicht nur die unzureichende Punkteausbeute brachte Kult-Coach Pele Wollitz zuletzt auf die Palme, auch auf die beiden Schiedsrichterleistungen in den Spielen gegen Halle und bei Fortuna Köln war er nicht gut zu sprechen. Keinesfalls wollte er aber ihnen die Schuld für die schlechten Ergebnisse geben, sondern suchte diese in den eigenen Reihen und kündigte öffentlich personelle Veränderungen an, da einige seiner unerfahrenen Schützlinge einfach zu viel Zeit benötigen, um sich in der dritten Liga zu akklimatisieren.

Dafür wurden Verteidiger Fabian Holthaus und auch Urgestein Dimitar Rangelov verpflichtet, die sich beide aufgrund ihrer Erfahrung nun berechtigte Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz machen dürfen. Würde es das Geld zulassen, ließen die Verpflichtungen von Stanislav Angelov, Ivica Banovic, Sergiu Radu, Vlad Munteanu oder aber Francis Kioyo nicht lange auf sich warten. Nur ist der Verein leider finanziell nicht auf ausreichend Rosen gebettet, um sich all diese Granaten zu leisten.

Fakt ist, dass Energie in den nächsten Wochen/Monaten die Punkte zu Hause holen muss, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen und Fakt ist auch, dass sie eine Menge Wut im Bauch haben. Die Brandenburger werden den Sieg mit aller Macht erzwingen wollen und können sich nun auch auf ihren bulgarischen, verlorenen Sohn ganz vorne drin verlassen. Sieg Cottbus!

 

Sonntag 16:15: FC Barcelona – Real Madrid (Sieg Barcelona, Quote: 1,95)

Am vergangenen Wochenende gastierte der damalige Spitzenreiter FC Sevilla im Camp Nou und wurde nach dem Spiel als solcher vom FC Barcelona abgelöst. Die Machtablösung blieb also aus, Barcelona ging nach der königlichen Niederlage des kommenden Gegners gegen Levante als klarer Sieger des Spieltags hervor und könnte mit einem erneuten Sieg eine gewaltige Duftmarke in Richtung Madrid setzen.

Eigentlich spricht alles dafür. Die Katalanen spielten Sevilla mit einem beachtlichen Selbstverständnis an die Wand und in den wenigen Moment andalusischen Offensivgeistes rückte der deutsche Keeper Marc-André ter Stegen durch Paraden der Kategorie „Weltklasse“ ins Rampenlicht. Das war beeindruckend.

Die Madrilenen konnten zuletzt am 22.09. gegen Espanyol Barcelona einen Sieg bejubeln. Seither sorgten Niederlagen gegen jenen FC Sevilla, Deportivo Alaves und UD Levante sowie ein torloses Unentschieden gegen Stadtrivalen Atlético nicht gerade für Euphorie. Im Gegenteil, Trainer „Looping Louie“ sitzt mittlerweile unangeschnallt in seinem Sattel und muss bereits am zehnten Spieltag gewaltig um seinen Job bangen. Auch der kürzliche 2:1-Sieg in der Champions League gegen Viktoria Pilsen warf mehr Fragen als Gründe zum Jubeln auf.

Natürlich darf Lionel Messis Ausfall nicht unerwähnt bleiben, dennoch ist eine mögliche offensive Dreierreihe bestehend aus Coutinho, Suarez und Dembélé immer noch besser als Reals, die von Vazquez, Mariano und Asensio bekleidet wird. Dazu kommt der Heimvorteil, der Rückenwind und der Luxus, selbst bei einer Niederlage noch einen Punkt vor den Madrilenen zu stehen. Deswegen wird der FC Barcelona mindestens gewinnen, wahrscheinlich sogar deutlich, sodass man vielleicht sogar über einen Handicap-Tipp nachdenken könnte. ¡Vamos!

Die ComeOn-Quoten für den Wettpaten im Überblick:

Über 1,5 Tore einer Mannschaft: Erzurumspor – Kasimpasa, Über 1,5 Tore Kasimpasa, Quote: 2,05

1X2, Siegwette Spielende: Energie Cottbus – CZ Jena, Sieg Cottbus, Quote: 2,30

1X2, Siegwette Spielende: FC Barcelona – Real Madrid, Sieg Barcelona, Quote: 1,95

Gesamtgewinn bei 10€ Einsatz: 87,40€

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ComeOn, Pate! #1

Familientreffen und Machtablösung
Von Wettpate Moritz Fischer

Huddersfield Town – FC Liverpool (20.10.2018, 18:30 Uhr)

Besondere Spiele zeichnen sich durch besondere Konstellationen aus. Davon gibt es bei diesem Duell genug. Es ist eben nicht nur das Spiel zwischen dem übermächtigen FC Liverpool von der Merseyside und den unterlegenen „Terriers“ aus der Grafschaft Yorkshire, die sich gerade im verflixten zweiten Jahr nach dem Aufstieg befinden. Nein, es ist ein Beweis dafür, dass der mit Milliarden vollgepumpte englische Fußball immer noch so schön romantisch sein kann.

Wenn man am Samstag gegen 17:30, eine Stunde vor Spielbeginn, die Aufstellungen überfliegt, denkt man alleine wegen der Namen zwangsläufig an ein Duell zwischen David und Goliath. Gleichermaßen ist es aber auch das Duell zwischen David und Jürgen, zweier langjähriger Weggefährten und besten Freunde, dessen Beziehung schon lange vor dem Erfolg beider sehr eng und vertrauensvoll war. Im Jahr 1991 wurden beide zu gemeinsamen Mainzer Zeiten laut Klopp „zusammen auf ein Zimmer gesteckt“.  Dort entstand eine innige Freundschaft, von der beide damals noch nichts wussten.

Klopp blieb in den Folgejahren treuer Mainzer, David Wagner zog es vier Jahre später (1995) nach Schalke und 1997 nach Gütersloh. 1998 kam es dann zu der Begegnung zwischen dem FC Gütersloh und dem 1. FSV Mainz 05, bei dem der mit Führungsqualitäten ausgestattete aber fußballerisch limitierte Klopp seinen besten Freund und gegnerischen Flügelstürmer Wagner ausschalten sollte. Das Ende vom Lied: für Klopps Einladung zum Abendessen am Tag davor bedankte sich Wagner bei seinem direkten Gegenspieler mit drei Toren, Gütersloh gewann schlussendlich 6:1.

Privater Höhepunkt ihrer Freundschaft war dann sicherlich Klopps Hochzeit, bei der Wagner als Trauzeuge zugegen war. Mittlerweile bezeichnen sich beide nicht mehr nur als Freunde sondern als Brüder. In Anbetracht der unterschiedlichen Eltern können wir uns vielleicht auf den Begriff „Halbbruder“ einigen.

Georginio Wijnaldum, holländischer Nationalspieler in Diensten des FC Liverpool, hat ebenfalls solch einen. Auch noch als er elf Jahr alt war, hat er ihn zuvor nie kennengelernt, bis es eines Tages zu einer alles verändernden Begegnung kam. Nach dem Rotterdamer Stadtderby der beiden Jugendteams von Sparta und Feyenoord wurde Georginio, der damals bei Sparta kickte, einem Gegenspieler mit dem Namen Rajiv vorgestellt. Er wusste sofort, dass sein Halbbruder vor ihm stand. Der „Times“ sagte Wijnaldum in einem Interview Anfang dieses Jahres: „Ich kam, um ein Spiel zu spielen und fand letztendlich meinen Bruder Rajiv Van La Parra.“ Heute trägt dieser bei Huddersfield Town die Rückennummer 17 und Wijnaldum beim FC Liverpool die Nummer 5.

Die besondere Freundschaft der beiden Ägypter Ramadan Sobhy (Huddersfield) und Mohamed Salah (Liverpool) rundet dieses „Familientreffen“ am Samstag um 18:30 zwar ab, sollte aber nichts daran ändern, dass es sportlich eben doch eine klare Angelegenheit ist. Die beiden Trainer kennen sich gegenseitig viel zu gut, als dass sich das irgendeiner zum Vorteil machen könnte und die Tabellenkonstellation spricht zudem eine klare Sprache. Die letzten beiden Spiele gewann Klopp gegen Wagner in der letzten Saison sowohl zu Hause als auch auswärts mit 3-0 und wird morgen ähnlich wenig anbrennen lassen. Alle guten Dinge sind drei: 3-0 Liverpool!

 

FC Barcelona – FC Sevilla (20.10.2018, 20:45 Uhr)

Die spanische Liga ist wieder spannend! Zumindest bis jetzt. Es sind bereits acht Spieltage vorüber und trotzdem konnten sich die beiden „Großen“ Real und Barça noch nicht an der Spitze vom Rest der Liga absetzen, im Gegenteil. Ganz oben thront der FC Sevilla mit 16 Punkten, 1 Zähler vor den Katalanen und Atlético, sogar 2 Zähler vor Real Madrid. Sevilla hat in den vergangenen Jahren immer wieder ein gutes Händchen beweisen müssen, um die Vielzahl prominenter Abgänge adäquat zu ersetzen und den hohen sportlichen Ambitionen gerecht zu werden. Die Liste ist lang.

Den Abgängen aus der jüngeren Vergangenheit wie Rakitic (Barcelona), Krychowiak (PSG) und Vitolo (Atlético), um nur ein paar zu nennen, folgten dieses Jahr Lenglet (Barcelona), N’Zonzi (AS Rom) und Correa (Lazio). Wieder galt es für die Andalusier vor der Saison, Spieler zu verpflichten, die den finanziellen Rahmen nicht sprengen, aber trotzdem das Potenzial zum Spitzenspieler in „La Liga“ haben.

So wurde unter anderem das portugiesische Sturm-Juwel André Silva vom AC Mailand geliehen und schlug ein wie eine Bombe. In 8 Partien erzählte er bereits 7 Treffer, wohingegen er zum Vergleich bei den Rossoneri in der abgelaufenen Saison nur 2 Treffer in 24 Anläufen erzielte. Das sollte auch Begründung genug dafür sein, warum ihn Landsmann Cristiano Ronaldo vor einiger Zeit zum kommenden Weltstürmer erklärte. Der Druck ist da.

Der FC Barcelona wartet seit vier Spielen auf einen Sieg und ließ die gewohnte Souveränität der Vorjahre nicht nur zuletzt beim Remis in Valencia vermissen. Der FC Sevilla hingegen gewann die letzten vier Spiele allesamt in Folge, stellt das aktuell beste Auswärtsteam der Liga und konnte auswärts sogar mehr Punkte einfahren (9) als die Katalanen im Camp Nou (8) bei jeweils vier Spielen.

Dieses Spiel wird spannend und das Ergebnis knapp. Sicherlich kann Barcelona mit einem Sieg die Kritiker fürs Erste wieder verstummen lassen, aber genauso wird der FC Sevilla mit dem erspielten Selbstbewusstsein, der Zielstrebigkeit nach vorne und der Kaltschnäuzigkeit vorm Tor der aktuell sicherlich unangenehmste Gegner sein.

Vielleicht zeichnet sich dann an diesem Samstag tatsächlich so etwas wie eine kleine Machtablösung ab und die Liga bleibt nicht mehr so spannend, weil der FC Sevilla den großen spanischen Klubs davon klettert.

Wenn also einer in diesem knappen Spiel das sensationelle, entscheidende Tor zum Sieg für Sevilla kurz vor Schluss erzielen sollte, ist es André Silva. Fragt CR7!

Die ComeOn-Quoten für den Wettpaten im Überblick:

Ergebnistipp: Huddersfield – Liverpool FC 0:3, Quote 7,75

Letzter Torschütze des Spiels: André Silva (FC Sevilla), Quote 9,00

Gesamtgewinn bei 10€ Einsatz: 711,45€

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