ComeOn, Pate! #4

Endlich wieder Länderspielpause

 Von Wettpate Moritz Fischer

Montag, 19.11.2018, 19:30 Uhr: Katar – Island (Handicapsieg Island -1, Quote: 2,80)

Was haben wir uns alle gefreut, als das so sympathische Katar zum Gastgeber der kommenden Weltmeisterschaft auserkoren wurde. Endlich bekommen auch mal die kleinen und bescheidenen Nationen die Chance, sich von ihrer Schokoladenseite zu präsentieren und so ein großes Turnier austragen zu dürfen. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren und die schwerreichen Scheiche pumpen ordentlich Kohle in die Infrastruktur, womit bis dahin unter anderem sieben neue Stadien gebaut werden sollen. Irgendwo muss die Kohle ja hin.

Natürlich darf der Komfort beim Besuch eines Fußballspiels nicht zu kurz kommen. Im Golf-Emirat reiht sich ein Fünf-Sterne-Schloss neben das nächste, sodass es sich die russischen und englischen Hools richtig gut gehen lassen können. Nicht nur deswegen werden sie über die strengen Reglementierungen des Alkoholkonsums entspannt hinweg sehen. Bier, Wein und Co. gibt es nur an den Bars der besagten Nobelhotels und in genau einem Shop für den „privaten Gebrauch“. Dort dürfen allerdings nur Nicht-Einheimische einkaufen, wenn sie denn eine sogenannte Berechtigungskarte haben. Der Mutti-Zettel für Säufer sozusagen. Dafür kostet ein Bier nur ein „Appel und nen Ei“, wie der Katari zu sagen pflegt und kann sich für schlappe 10,50€ einverleibt werden. Das wird großartig.

Nun muss sich das Team sportlich natürlich auch noch herausputzen und beweisen, dass Geld auch immer Tore schießt. Egal, wohin es fließt. Gegen unsere Nachbarn aus der Schweiz hat das am vergangenen Mittwoch schon mal gut geklappt, als sie den uninspirierten Auftritt der Gastgeber mit einem blitzsauber ausgespielten Konter bestraften. Auch die beiden Albaner Granit Xhaka und Kraftpaket Xherdan Shaqiri, die beide für die Schweiz auflaufen, konnten am 0:1 nichts mehr ändern.

Nun gibt es am Montag im belgischen Eupen beim Testspiel gegen Island die nächste goldene Ananas zu gewinnen. Island, das sein letztes Spiel der Gruppenphase in der Nations League nebenan in Brüssel gegen Belgien am Freitagabend mit 0:2 verlor, ist nun mit 0 Punkten bei 1:13 Toren, so komisch es klingt, abgestiegen. Damit die Rückfahrt in ihr gallisches Dorf, wo jeder mit jedem über maximal vier Ecken verwandt ist, nicht zu trostlos wird, werden sie dieses Spiel mit aller Macht gewinnen wollen.

In Eupen wird es dann ein Wiedersehen mit den katarischen Nationalspielern Akram Afif, Assim Madibo und Abdulkarim Fadlalla geben, die in den letzten Jahren das Trikot der KAS Eupen trugen. Das ändert aber nichts an dem eklatanten Qualitätsunterschied der beiden Mannschaften. Mit 70.000.000€ ist der Kader Islands sieben mal wertvoller und alleine der Augsburger Finnbogason, der gegen Belgien nicht randurfte, wird wieder richtig Bock haben, zu knipsen. Klarer Sieg Island!

Montag, 19.11.2018, 20:45 Uhr: Tschechien – Slowakei (Halbzeit X / Spielende 2 und unter 2,5 Tore insgesamt, Quote: 11,0)

Im Gegensatz zur verdrehten katarischen Fußballwahrnehmung glänzt der osteuropäische Fußball mit herrlicher Ehrlichkeit. Zufälligerweise war ich am vergangenen Sonntag stolzer Besucher des Ligaspiels zwischen Slavia Prag und Fastav Zlín, das 3:1 endete und konnte mir ein eigenes Bild machen. Den Sitzplatz gab es für 150 tschechische Kronen und den frisch gezapften halben Liter für lapidare 35 Kronen im Stadion on top (25 Kronen=1€). Das Spiel war von überschaubarer Qualität. Alleine der Gedanke eines technisch versierten Offensivspielers an einen Übersteiger führt dazu, dass Verteidiger kompromisslos zur Grätsche ansetzt.

Diese Mentalität zieht sich bis in die Nationalmannschaften der Tschechen und auch der Slowaken durch, die weniger durch atemberaubenden Offensivfußball, sondern viel mehr durch Kampf und Leidenschaft ihre Spiele zu gewinnen versuchen. Das Hinspiel gewannen die Tschechen mit 2:1 in der Slowakei, weil sie vor dem Tor einfach effizienter waren. Wer die Dinger nicht macht, darf sich am Ende auch nicht beschweren. Sinnbild war hierfür sicherlich die Torchance vom Slowaken Robert Mak, der einst für den 1. FCN seine Schuhe schnürte, der den Ball aus halbrechter Position wenige Meter vorm Tor um wiederum einige viele Meter links über das Tor schoss.

Jiri Pavlenka (Werder), Pavel Kaderabek (1899 Hoffenheim), Jakub Jantko (Sampdoria Genua) und Patrick Schick (AS Rom) bilden die Achse der Tschechen. Um ihnen herum versammeln sich mittelmäßige Spieler wie unter anderem Theodor Gebre Selassie, der bekanntermaßen ebenfalls bei Werder spielt oder Kapitän Borek Dockal, den es von Sparta Prag nach einem einjährigen, finanziell lukrativen Zwischenstopp in China nun im Februar zu Philadelphia Union zog.

Die Slowakei hat neben vielen Mitläufern ebenfalls ihre herausragenden Spieler. Milan Skiriniar (Inter Mailand) und Kapitän Martin Skrtel (Fenerbahce Istanbul) bilden die stahlharte Innenverteidigung. Der Antreiber im Mittelfeld ist Marek Hamšik (SSC Neapel), dessen offensive Ideen von Ondrej Duda (Hertha BSC) umgesetzt und erweitert werden sollen. Duda hat sich zu seiner Anfangszeit in Deutschland bei der „Alten Dame“ eher darauf besinnt, Frauenherzen höher schlagen zu lassen und das Berliner Nachtleben zu erkunden. In dieser Saison hat er gemerkt, dass das mit guten Leistungen auf dem Platz noch besser klappt und der selbstgebrannte Slivovic anschließend zur Belohnung noch besser schmeckt.

Ganz vorne soll es dann Adam Nemec (Pafos FC, Zypern) richten, der ebenfalls einige Jahre in Deutschland kickte und für Erzgebirge Aue, Kaiserslautern, Ingolstadt und Union Berlin bereits auf Torejagd ging. Seinem Laufstil nach zu urteilen, besteht sein Körper zu 130% aus Muskelmasse, was vielleicht auch ein Grund dafür ist, warum es mit dem Toreschießen nicht immer ganz so gut geklappt hat, obwohl er offiziell als Stürmer gemeldet ist, da ihm einfach die nötige Spritzigkeit fehlt. Hauptberuflich würde man ihn er ölverschmiert unter einem rostigen Auto in irgendeiner KfZ-Werkstatt bei Bratislava vermuten, weniger in einer Fußballmannschaft mit Marek Hamšik.

Die Slowakei spielt am heutigen Freitagabend noch gegen die von Andriy Shevchenko trainierte Ukraine und könnte mit einem Sieg die ersten drei Punkte eintüten und mit den Tschechen punktemäßig gleichziehen. Sollte das gelingen, gäbe das Auftrieb für das Spiel am Montag. Wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter, da der Abstieg aus der Gruppe B1 mit einem Sieg in der Prager Eden Arena immer noch verhindert werden kann.

Wir können uns auf ein hart umkämpftes „Bruderduell“ einstellen, wie man es in Anbetracht der tschechoslowakischen Vergangenheit bezeichnen kann, in dem sich beide Mannschaften erstmal vorsichtig abtasten werden und torlos in die Pause gehen. In der zweiten Hälfte schießt Ondrej Duda dann einfach Adam Nemec an, von dem der Ball dann ins Tor springt. Wie auch immer das goldene Tor fallen mag, sollte auch egal sein. Die Tschechen bleiben in dieser Begegnung torlos und die Slowaken sollten bei effizienterer Chancenverwertung als im Hinspiel wohl in der Lage sein, in Hälfte zwei ein oder zwei Kirschen zu machen. Auf geht’s!

 

Die ComeOn-Quoten für den Wettpaten im Überblick:

Island lässt Katar keine Chance und gewinnt mit mindestens zwei Toren Unterschied. Quote: 2,80

Zur Halbzeit halten die Tschechen noch ein Remis gegen die Slowakei, die dann aber in Durchgang Zwei das Spiel entscheidet. Dabei fallen aber nicht mehr als zwei Tore insgesamt! Quote: 11,0

Gesamtgewinn bei 10€ Einsatz: 292,60€

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