König Fußball und seine Spielarten

„König Fußball regiert die Welt“ – diese Zeilen sang schon die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1974 in ihrem Gassenhauer „Fußball ist unser Leben“. Tatsächlich ist der Fußball mit über 250 Millionen aktiven Spielern und noch viel mehr Fans eine der populärsten Sportarten weltweit. Auf allen Kontinenten treten die Menschen vor das runde Leder. Der Klassiker ist natürlich das traditionelle Fußballspiel mit 11 gegen 11 Spielern auf zwei Tore. Doch der Fußball hat noch viel mehr zu bieten. Ob Kleinfeld-Fußball, Beach Soccer oder Blindenfußball – das Spiel mit dem Ball gibt es in den verschiedensten Varianten. Hier sind die beliebtesten Spielarten des Fußballs.

Kleinfeldfußball

Der Kleinfeldfußball ist die wohl am häufigsten gespielte Variante des Fußballs. Nur die wenigsten Hobby-Fußballer können auf einen richtigen Fußballplatz mit 11 bzw. 22 Spielern zurückgreifen. Ob auf dem Bolzplatz oder einfach auf der Straße, der Fußball auf kleineren Feldern wird auf der ganzen Welt gespielt. In Deutschland gibt es mit dem Deutschen Kleinfeld-Fußball-Verband sogar eine eigene Organisation. Diese verwaltet unter anderem das offizielle Regelwerk oder organisiert Wettbewerbe und Meisterschaften. 2019 hat zudem der Kleinfeld World Cup stattgefunden.

Beach Soccer

Das Fußballspiel auf Sand wird Beach Soccer genannt. Ursprünglich an den Stränden Brasilien entstanden, wird der Sport seit über 50 Jahren auf strukturierter Ebene ausgetragen. Der Beach-Soccer-Weltverband Beach Soccer Worldwide organisiert unter anderem die alle zwei Jahre ausgetragene Beachsoccer-WM, welche seit 2005 unter dem Dach der FIFA stattfindet. Auch kontinentale Profiligen sind im Beach Soccer zu finden. Ehemalige Profifußballer wie Eric Cantona, Romario oder Zico waren oder sind wichtige Botschafter des Beach Soccers.

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Hallenfußball

Hallenfußball gehört ebenfalls zu den beliebtesten Fußballvarianten. Vor allem im Winter hat der Hallenfußball seine Saison. Im Vergleich zum normalen Fußball ist die Spielfläche in der Halle kleiner und wird durch Banden begrenzt. Dadurch ist das Spiel wesentlich schneller und von mehr Technik geprägt. Vor allem in den 1980er und 90er Jahren war der Hallenfußball auch bei den Bundesligisten sehr beliebt. Der DFB-Hallenpokal bzw. das Hallenmasters wurde bis in die 2000er Jahre durchgeführt. Rekordmeister ist der BVB, der bei den Fußball Wetten für die kommende Saison mit Quoten von 5,50 (Stand: 04.09.) auf den Meistertitel gelistet wird. Wer weiß, vielleicht feiert der Hallenfußball in der Bundesliga eine Renaissance.

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Futsal

Futsal ist die vom Weltfußballverband FIFA anerkannte Variante des Hallenfußballs. Der Name stammt aus dem Portugiesischen und bedeutet soviel wie „Fußball in der Halle“. Im Vergleich zum gewöhnlichen Hallenfußball wird beim Futsal auf Banden verzichtet, stattdessen gibt es beim Aus einen Kick-in. Gespielt wird mit fünf Spielern auf Handballtore. Der Ball ist im Vergleich zum normalen Fußball, schwerer und damit sprungreduzierter. Aus diesem Grunde dominiert im Futsal auch das technisch versierte Kurzpassspiel. Auf internationaler Ebene gibt es unter anderem die Futsal-WM und EM sowie weitere Kontinentalmeisterschaften. Auf Clubebene wird unter anderem der UEFA-Futsal-Cup ausgetragen.

Cubbies

Eine Form des Straßenfußballs, welche vor allem in Großbritannien und Schweden sehr populär ist, ist das Cubbies. Bei diesem Spiel wird nur auf ein Tor gespielt in dem ein neutraler Torhüter steht. Gespielt wird in Paaren. Dabei muss jedes Paar pro Runde eine bestimmte Anzahl an Treffern erzielen, um in die nächste Runde einzuziehen. Das Pärchen, welches zuletzt die benötigte Trefferanzahl erreicht, scheidet aus. Da es kein festes Regelwerk für das Spiel gibt, wurden bisher noch keine offiziellen Wettbewerbe im Cubbies ausgetragen. Dies tut seiner Popularität allerdings keinen Abbruch.

Blindenfußball

Blindenfußball wird seit den 2000er Jahren in Deutschland praktiziert. Die Mannschaften bestehen aus sehbeeinträchtigten Spielern, lediglich der Torwart darf die volle Sehfähigkeit besitzen. Hinter den gegnerischen Toren sind sogenannte Guides platzieren, die die passenden Kommandos rufen. Zudem ist der Ball mit einer Rassel versehen. Seit den paralympischen Spielen in Athen gehört die Sportart zum olympischen Kanon.

Selbstverständlich gibt es noch zahlreiche weitere Varianten des Fußballs. Schließlich regiert König Fußball weiterhin die Welt.

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